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Das WoMo, ein ehemaliges Jugendhaus, hat uns die Gemeinde als Treffpunkt und Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt. Wir nutzen es seit eineinhalb Jahren ganz regelmäßig an Dienstag- und Freitagabenden für Begegnung, Beratung, Spiel und Spaß mit den Flüchtlingen. Es ist zu einer festen Einrichtung geworden, die rege genutzt wird. Die Möglchkeit dort immer jemanden vom Helferkreis anzutreffen, sich Rat und Unterstützung zu holen oder auch nur da zu sitzen und miteinander Tee zu trinken, ist die beste Art, Vertrauen aufzubauen, freundschaftliche Kontakte herzustellen...Für uns im Helferkreis bedeutet es, "unsere" Flüchtlinge immer besser kennen zu lernen, dadurch auch zu erfahren, wenn sie irgendwo der Schuh drückt, behilflich zu sein, wenn es nötig ist.

In der Regel kommen nur die männlichen Flüchtlinge an diesen Abenden. Für die Frauen ist es ungewohnt und daher unangenehm sich zwischen den Männern wohl zu fühlen. So waren sie immer irgendwie außen vor. Dadurch entstand die Idee für einen eigenen Nachmittag nur für sie mit ihren Kindern.

Immer am letzten Freitag des Monats treffen sich nun die arabischen Frauen mit ihren Kindern. Es ist eine überaus gesellige, lebhafte Runde, die da zusammen kommt. Meistens bringen sie leckere arabische Speisen mit, die bei allen viel Anklang finden.

An den Freitagen der letzten Monate war immer schönes und warmes Wetter, so dass wir draußen sitzen und die Kinder draußen spielen konnten. Für die Wintermonate haben wir gemeinsames Kochen vor, aber auch (deutsche) Gesellschaftsspiele. Dabei jonglieren wir zwischen Arabisch, Deutsch und Englisch hin und her.

Durch die beiden drei Kilometer weit auseinanderliegenden Ortsteile (Wolpertswende und Mochenwangen) kommen die Familien nicht ohne Weiteres miteinander in Kontakt. Die Busverbindung ist nicht die beste. Insgesamt gibt es acht arabische Familien, drei in Mochenwangen und vier in Wolpertswende. Das monatliche Treffen unterstützt, zumindest ein bisschen, die Sehnsucht der Frauen nach Geselligkeit, die sie durch das Zusammenleben der Großfamilien in Syrien hatten.

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