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An den zeitlichen Abständen zwischen den Berichten lässt sich ablesen, wie „normal“ die Flüchtlingssituation in unserer Gemeinde geworden ist; wie wenig Neues es daher zu berichten gibt. Es ist zu hoffen, dass auch der letzte Zweifler merkt, dass zumindest hier bei uns von den Flüchtlingen keine Gefahr ausgeht; dass die arabischen jungen Männer freundlich, höflich und zurückhaltend und niemals übergriffig sind.

Dass sie allerdings gern mit deutschen jungen Leuten in Kontakt kämen, sagen sie immer wieder. Sie würden gern mehr Deutsch reden und sie wüssten gern, wie junge Deutsche ihren Alltag organisieren oder ihre Freizeit verbringen. Gesprächsthemen gäbe es sich genug.

Auch eine gute Möglichkeit ihr Deutsch zu verbessern wäre der Einstieg ins Berufsleben. Dass das aber gar nicht leicht ist, belegen die Zahlen. Von den gut 30 in Frage kommenden Flüchtlingen hier in der Gemeinde haben gerade mal fünf eine Arbeit gefunden: zwei in einem Vollzeitjob, zwei mit einer Teilzeitbeschäftigung und einer macht ein Praktikum. Das Erfreuliche daran ist, dass alle Arbeitsstellen in Mochenwangen sind, d.h. Wohnort nah, was das Verkehrstechnische angeht. Der Wehrmutstropfen ist, dass kein Ausbildungsplatz darunter ist. Daher an dieser Stelle die Bitte bzw. der Appell an Arbeitgeber aus allen Branchen, wohlwollend zu prüfen, ob sie nicht jemandem die Chance zu einer Ausbildung geben könnten oder jemanden zur Unterstützung ihrer Arbeit bräuchten.

Manche der Flüchtlinge besitzen einen syrischen oder irakischen Führerschein, den sie hier umschreiben lassen können, sobald sie eine theoretische Prüfung und ein paar PflichtFahrstunden absolviert haben, sowie einen Sehtest und einen Erste-Hilfe-Kurs. Die Kosten dafür würden sie sich gern durch einen Minijob, eine Teil- oder auch Vollzeitarbeit verdienen.

Für die Kinder in den Flüchtlingsfamilien ist das alles noch kein Thema. Sie haben das große Glück, im Kindergarten oder in der Schule ihre Erfahrungen mit einheimischen Kindern, der deutschen Sprache und unseren Gepflogenheiten zu machen. Entsprechend gut können manche schon Deutsch.

Die Jungs spielen -Dank der Bereitschaft des Fußballvereins- im Verein, trainieren mit anderen Kindern zusammen und lernen dabei nicht nur Fußball spielen, sondern auch allerlei Regeln, so z.B. dass man pünktlich und regelmäßig zum Training kommt, auch dann wenn das Wetter einmal nicht so gut ist! All das trägt zu einer gelingenden Integration bei.

Bericht: Monika Wolf-Schule, Mitteilungsblatt April 2017

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